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Externe Beschreibung
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Pilotprojekt
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Thema Behinderung
Jugendwohnen
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Projektlaufzeit/Förderzeitraum Beginn 01.09.2001
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Träger Fördercentrum Mensch & Pferd e.V.
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Standort(e) Bielefeld
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Bundesland Nordrhein-Westfalen
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Inhaltlicher Schwerpunkt Berufliche Qualifizierung im Berufsfeld Pferdepflege in enger Verbindung mit Persönlichkeitsbildung und lebenspraktischem Lernen von jungen Menschen mit Lernbehinderung oder Verhaltensauffälligkeiten durch Leben und Wohnen im Internat mit dem Ziel ihrer Befähigung zur selbstständigen Lebensführung und ihrer Integration in den ersten Arbeitsmarkt
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Handlungsfelder berufliche Erstausbildung Jugendwohnen Betriebspraktikum Arbeitsvermittlung Nachbetreuung Elternarbeit
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Pädagogischer Ansatz Berufspädagogik Förderpädagogik Sozialpädagogik Soziales Training Freizeitpädagogik Erlebnispädagogik
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Sonstiger Abschluss Zeugnis der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. über Prüfung zum Pferdepfleger (FN); Treckerführerschein (Angebot); Mofa-Führerschein (Angebot)
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| Zielgruppe |
Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren
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Kapazität 20
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Geschlecht geschlechtsunspezifisch
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Herkunftsländer Deutschland; Rumänien; Dänemark
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Schulische/Berufliche Merkmale Lernbehinderung Förder-/Sonderschulabschluss Schulabschluss-ohne Hauptschulabschluss (mit besonderem Förderbedarf) Berufsabschluss-ohne
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Soziale Merkmale Rehabilitation Behinderung Verhaltensauffälligkeit psychische/physische Beeinträchtigung
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| Kurzbeschreibung |
In der 18-monatigen Bildungsmaßnahme wird pro Ausbildungsjahrgang zehn jungen Menschen mit Lernbehinderung bzw. mit besonderem Förderbedarf eine berufliche Qualifizierung geboten, die ihnen nach erfolgreichem Abschluss eine Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht. Die jungen Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 25 Jahren erhalten in der zu 70 % von der Agentur für Arbeit geförderten Maßnahme eine Ausbildung zum Pferdepfleger/zur Pferdepflegerin (FN), basierend auf den Anforderungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Dabei erfahren sie neben der fachpraktischen und -theoretischen Ausbildung mit Hilfe des Pferdes als Co-Therapeuten eine Persönlichkeitsförderung und -stabilisierung. Nach der Prüfung auf Verbandsebene können die Jugendlichen eine berufliche Tätigkeit in Betrieben der Pferde- und Reitsportbranche aufnehmen.
Während der Ausbildung sind jeweils zwanzig Auszubildende, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen, in einem Internat untergebracht. Das Internat ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtkonzeption und ein notwendiger Lernort. Durch die räumliche Nähe zum Pferdehof ist der permanente Kontakt zu den betreuten Pferden gewährleistet. Die Erfahrung im Umgang mit dem Lebewesen Pferd sowie die naturnahe Umgebung spielen eine entscheidende Rolle bei der Persönlichkeitsentfaltung der Jugendlichen. Um ihrem Förderbedarf gerecht zu werden, fordert und fördert das Internatsleben in starkem Maße die selbst organisierte Lebensführung der Lehrgangsteilnehmer/innen unter sozialpädagogischer Anleitung. Die sozialpädagogische Arbeit schließt die Einzelfallhilfe, Beratung und Lebensplanung, Krisenintervention, soziale Gruppenarbeit, Sozialtraining, Elternarbeit, Freizeithilfen und Sportangebote ein. Die Sonderschullehrer/innen sind weitere Bezugspersonen im Internat und bei der Freizeitgestaltung. Der sonderpädagogische Unterricht ergänzt den einmal wöchentlich stattfindenden obligatorischen Berufsschulunterricht in einer Berufssonderschule. Die praktische Ausbildung erfolgt an vier Tagen der Woche und 14-tägig auch am Wochenende im Ausbildungsbetrieb, einem angemieteten, nahe gelegenen Pferdehof.
Ziele der Qualifizierungsmaßnahme sind die berufliche Qualifikation, die Vermittlung von Basis- und Schlüsselqualifikationen, Persönlichkeitsstabilisierung und Hilfestellung beim Übergang in eine Beschäftigung. Sie werden auf der Grundlage von zwei tragenden "Säulen" erreicht: 1. durch die Ausbildung zum Pferdepfleger sowie 2. durch die Förderung zum selbstständigen Menschen nach dem Prinzip der abnehmenden Hilfe und des "learning by doing". Beides läuft parallel und gleichwertig; Persönlichkeitsbildung und lebenspraktisches Lernen wird den berufsspezifischen Unterrichtsinhalten gleichgesetzt.
Das Ausbildungsprogramm umfasst Theorie mit Berufsschulpflicht, ein betriebsinternes Schulprogramm, Betriebspraktika zunehmender Dauer, individuelle Stützkurse und Förderung sowie sonderpädagogische Einzelförderung. Dabei ist das erste Halbjahr für die Grundausbildung vorgesehen. In der Praxis erlernen die Teilnehmer/innen alle Arbeiten der Pferdepflege, berufsspezifische Schlüsselqualifikationen und Arbeitstechniken. In den Unterricht werden alle Tätigkeiten einbezogen, die mit der Pflege des Pferdes sowie der professionellen Arbeit im Pferdebetrieb zu tun haben.
Bisher konnten 95 % der Ausbildungsabsolvent/innen bundesweit vorwiegend in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Kerstin Schreier
Interview: 20.09.2006
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Informationsstand 22.12.2006
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Bearbeiterin Schreier
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