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Melde- und Prüfbögen (Stand 02.05.2006)     Acrobat-Druckformat

 

Kurzanleitung zum Gebrauch der Prüfbögen
In Fällen einer möglichen Kindeswohlgefährdung können sich ASD-Fachkräften je nach Fallgrundlage und Bearbeitungsstadium unterschiedliche Einschätzungsaufgaben stellen. Auf der Grundlage einer Analyse der vorliegenden Forschung haben wir verschiedene solche Einschätzungsaufgaben herausgefiltert. Eine detaillierte Beschreibung finden Sie in den Fragen 59 und 73.
Für die meisten Einschätzungsaufgaben sind aus Untersuchungen zumindest einige aussagekräftige Anhaltpunkte bekannt, die Fachkräfte bei der Meinungsbildung unterstützen können. Auf dieser Basis haben wir für die Mehrzahl möglicher Einschätzaufgaben die nachfolgend aufgelisteten Prüfbögen erstellt, in denen zu berücksichtigende Faktoren enthalten sind.

Bei der Anwendung im Einzelfall sollten die vorliegenden wichtigen Informationen anhand der aufgeführten Kriterien und Anhaltspunkte zusammengetragen und geordnet werden. Eine Einschätzung sollte aufgrund einer Gesamtbetrachtung unter Einbezug möglichst vieler Kriterien vorgenommen werden. Eine Ausnahme stellen die Prüfbögen zur „Sofortreaktion bei Meldung“ und zur gegenwärtigen „Sicherheit des Kindes“ dar. Hier kann auch schon ein einzelner vorliegender Anhaltspunkt für eine akute schwerwiegende Gefährdung ausreichen um eine sofortige Kontaktaufnahme bzw. um sofortige Sicherheitsmaßnahmen angezeigt erscheinen zu lassen.
Bei der Anwendung kann es sein, dass einzelne der aufgeführten Faktoren im Einzelfall nicht anwendbar sind, weil sie beispielsweise nur auf Kinder eines bestimmten Altersbereichs abzielen. Weiterhin kann es sein, dass sich als Ergebnis des Durcharbeitens des Prüfbogens zeigt, dass wesentliche Informationen noch eingeholt werden müssen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen und relevanten Studien zu jedem Prüfbogen finden Sie in den zugeordneten Handbuchfragen (siehe Liste der Prüfbögen) aufgeführt. Wir empfehlen dringend vor einer Anwendung der Prüfbögen die entsprechenden Kapitel zu lesen um Missverständnisse soweit als möglich auszuschließen.
Die Prüfbögen zielen darauf ab, Einschätzungsprozesse gut zu strukturieren und mit Wissen aus empirischer Forschung anzureichern. Sie ersetzen nicht Schulung, Training und Erfahrung der Fachkräfte. Die Prüfbögen können in der vorliegenden Form angewandt werden. Natürlich können die angeführten Kriterien und Anhaltspunkte aber auch in lokal entwickelte Verfahren integriert werden.

Meldebogen "Kindeswohlgefährdung" (Word-Formular)

Prüfbogen „Erfüllung kindlicher Bedürfnisse“  (Word) 

 

Prüfbögen als Word-Formulare zu folgenden Risikobereichen:

Sofortreaktion nach Meldung einer Kindeswohlgefährdung (siehe Beitrag zu Frage 48)

Prüfung der Sicherheit des Kindes (siehe Beitrag zur Frage 71)

Prüfung des Misshandlungs- und Vernachlässigungsrisikos (siehe Beitrag Frage 70)

Besonderer Förderungsbedarf des Kindes (siehe Beitrag zu Frage 60)

Prüfung der Ressourcen des Kindes (siehe Beitrag zu Frage 61)

Prüfung der Veränderungsfähigkeit der Eltern (siehe Beitrag zur Frage 72)

 

Prüfbögen als Word-Formulare zur Einschätzung der Erziehungsfähigkeit der Eltern (Sorgeberechtigten) in Hinblick auf:

Pflege und Versorgung (siehe  Beitrag zur Frage 63)

Bindung (siehe Beitrag zur Frage 64)

Regeln und Werte (siehe Beitrag zur Frage 65)

Förderung (siehe Beitrag zur Frage 66)